Hammer24_Rasputin

Rasputin, der wahnsinnige Mönch

Rasputin, the mad Monk | UK - 1966 | 92 Min. | Spielfilm
Regie: Don Sharp IMDb

Unter all den Filmschauspielern, die seit Rasputins Ermordung im Dezember 1916 in Petrograd diese Rolle spielten, von Lionel Barrymore bis Gert Fröbe, sind es nur zwei, die das offensichtliche Charisma, den Magnetismus und die hypnotische Erotik des umstrittenen, unheilvollen Wandermönches und Geistheilers allein schon durch ihre Körpergröße kongenial wiedergaben: der Deutsche Conrad Veidt im Jahr 1932 und der Brite Christopher Lee, der den Part 1965 gleich im Anschluss an BLUT FÜR DRACULA übernahm.

Während er den Dracula schlafwandlerisch spielte, bereitete sich Lee auf die Rolle des seltsamen Heiligen durch intensive Lektüre und Recherche vor. Dennoch ist Hammers Interpretation der Intrigen am russischen Zarenhof, die gegen Ende des Ersten Weltkriegs zum Sturz der Romanows führten, keine geschichtliche Dokumentation, keine historische Rekonstruktion, kein Zeitbild, sondern die grausame Fiktion eines Dämons, der sich ganz bewusst in den Zarenhof einschleicht und seine Wollust in den umgearbeiteten Dekorationen des letzten Dracula-Films auslebt.



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